Home Garden Story Kleiner Balkon - großes Herz

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Der Sommer ist vorbei, der Herbst kann kommen. Wir sähen weiter fröhlich aus.

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Rankwerk - Home Gardening

Mit Rankwerk wird jeder Daumen grün! Wir bieten dir alles, was du für's Home Gardening brauchst: das nötige Wissen zusammen mit den dazu passenden Produkten, damit beim Gärtnern nichts mehr schiefgehen kann.

Wir unterstützen dich mit Tipps und Tricks – von der Aussaat bis zur Zubereitung!

Frische Tomaten vom eigenen Balkon, knackige Gurken aus dem Hinterhof oder schmackhafte Petersilie von der Fensterbank – saisonal, regional und nachhaltig von dir selbst produziert. Dabei ist es egal, wie viel oder wie wenig Platz du zum Anbauen deines eigenen Gemüses hast, denn Home Gardening ist selbst auf kleinstem Raum möglich – auch in deinem Zuhause!

Bekannt aus

Rankwerk ist 1!

Am 13. April 2017 erblickt Rankwerk offiziell das Licht der Welt. "Eine Mischung aus Stolz, Glück und Ungewissheit", beschreibt Hannes das Gefühl und blickt zurück auf ein Jahr Rankwerk.

Heute, am 13. April 2018, ist es soweit. Rankwerk hat Geburtstag und wird an diesem Tag offiziell 1 Jahr alt. Genau vor einem Jahr haben wir beim Notar die Gründungsurkunde unterschrieben. Das könnt ihr euch vorstellen wie eine Geburtsurkunde eines Babys. Der 13. April 2017 ist also der Tag, an dem Rankwerk offiziell das Licht der Welt erblickt hat. Das war ein unglaubliches Gefühl! Eine Mischung aus Stolz, Glück und Ungewissheit.
In der Rückschau auf das Jahr kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass es eine Achterbahn der Gefühle war. Aber bevor ich weiter auf das erste Lebensjahr und den heutigen Geburtstag eingehe, muss ich von den ursprünglichen Anfängen erzählen. Und diese starten wie bei jeder Geburt ein paar Monate vorher.

Zum Geburtstag schenken wir euch 25%

Rankwerk ist 1 Jahr alt und das wollen wir mit euch feiern! Danke, dass ihr uns unterstützt habt, an uns glaubt und das mit uns das Stadtgärtnern in eine neue Dimension befördert! Als Dankeschön schenken wir euch noch bis zum Sonntag, den 15. April, satte 25% auf unser gesamtes Sortiment! Gebt einfach im Warenkorb den Rabattcode "rankwerk1" ein! 

Der Samen, der die Idee zum Sprießen brachte, wurde im August 2016 gesät. Ich habe mir nach meinem Masterabschluss an der Uni Kiel eine kleine Auszeit in Portugal genommen. In einem Surf Camp bin ich meiner sportlichen Leidenschaft nachgegangen und um ein wenig über die Runden zu kommen, habe ich den Schülern im Camp in der Zeit das Surfen beigebracht. Es war schon immer ein Traum von mir, die Leidenschaft mit dem Beruf zu verbinden. Aber schon nach einigen Wochen musste ich erkennen, dass das Leben als Surflehrer doch nicht ganz meinen Vorstellungen entsprach und so fragte ich kurzerhand meinen Bruder Lasse, ob er nicht Lust hätte, sich mit mir selbstständig zu machen und ein eigenes Unternehmen aufzuziehen. Lasse hatte seine Zeit im Sommer als Crewmitglied von Goldeimer Komposttoiletten auf Festivals verbracht. Klos sauber halten, Blödsinn sabbeln, Konzerte genießen und ganz nebenbei den Stoffkreislauf vom Essen zum Essen erklären. Sein nächster Plan war eigentlich, beim Konzert- und Festivalveranstalter FKP Skorpio anzuheuern. Aber meine Idee hatte ihn sofort überzeugt: Urban Gardening. Durch sein Architekturstudium ist Lasse Experte in nachhaltiger und ökologischer Stadtentwicklung – gepaart mit meinem Hintergrund aus Geographie und Nachhaltigkeitswissenschaften ergab das für uns die perfekte Mischung. Genau in diese Kerbe wollten wir schlagen. In unseren Recherchen fanden wir schon viele großartige Initiativen und Unternehmen, die im europäischen Ausland erfolgreich in diesem Gebiet tätig waren. In Deutschland war die Situation bildlich gesprochen wie ein fliegendes, trockenes Grasbüschel im Western. Kurzerhand schrieben Lasse und ich ein 10-seitiges Ideenpapier zusammen und reichten es beim Ideenwettbewerb Schleswig-Holstein ein. Drei Wochen vergingen und ich war schon wieder im Surf Camp Alltag angekommen als plötzlich die frohe Nachricht eintrudelte. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben es unter die ersten 15 geschafft und dürfen vor einer Fachjury „pitchen“.  Kein Problem für uns, dachten Lasse und ich und so stellten wir uns dieser Jury Ende Oktober 2016. Mit einer Tomate in der Hand stellten wir uns vor 30 Leute und erzählten diesen irgendetwas über weite Transportwege, Vorteile von Urban Gardening und wieso wir doch ein ideales Unternehmen wären. Alles verkopft und wissenschaftlich aufgebaut, aber bestimmt kein Pitch, der eines Start-ups würdig war. Das Resultat fiel entsprechend ernüchternd aus. Wir gehörten nicht zu den fünf Gewinnern des Ideenwettbewerbes. Uns wurde dennoch großes Potenzial bescheinigt und die Organisatoren würden sich sehr freuen, wenn wir an der Siegerehrung teilnehmen würden. Lasse hat sich damals noch dahin bequemt und ich bin der Veranstaltung aus falschem Stolz ferngeblieben. Ein Fehler, denn überraschenderweise bekamen wir doch einen Preis: eine Beratung im Bereich Markenanmeldung. Auch wenn es sich damals wie ein Trostpreis anfühlte, war das der entscheidende Moment, der uns an uns selbst glauben ließ. Wir entschieden uns mit der Hilfe von Anke Rasmus vom ZFE (Zentrum für Entrepreneurship Kiel) am Förderprogramm Gründungsstipendium Schleswig-Holstein teilzunehmen. Auch hier musste man wieder ein Ideenpapier, allerdings mehr wie eine Businessplan Light Version, einreichen. Mit dem professionellen Schliff vom ZFE standen wir im Dezember 2016 wieder vor einer Fachjury. Wieder fühlte es sich an als wenn man in der Fernsehsendung „Höhle der Löwen“ teilnimmt.

Nach 15 Minuten Schweiß und Gesabbel hatten wir es dann aber tatsächlich geschafft. Wir würden für das nächste halbe Jahr ein Stipendium erhalten, um unsere Idee in die richtigen Bahnen zu bringen. Das hieß zunächst, dass wir uns einen Namen ausdenken und ein stabiles Konzept aufbauen mussten. Lieferketten, Markenbildung, Story und Design wollten entwickelt und aufgebaut werden. Die ersten drei Monate verliefen wie im Flug. Mit Freda, einer befreundeten Grafikern, entwickelten wir ein Corporate Design und unser erstes eigenes Produkt. Ganz eigene Saatguttüten sollten den Start von Rankwerk symbolisieren. Mit dem Design im Gepäck suchten wir uns einen Bio-Züchter, der uns mit den entsprechenden Sorten versorgte. Wir ließen uns Bio-zertifizieren und waren wahrscheinlich in diesem Moment der kleineste Bio-zertifizierte Betrieb Schleswig-Holsteins. Unser Unternehmen bestand aus einem Schreibtisch, zwei Stühlen, einem Regal und einer Art Lager. Im Laufe des Aprils stand dann Dennis plötzlichen einen Tag in unserem Büro. Er wollte uns in Sachen Webseite ein wenig beraten. Er selber hatte gerade ein paar Wochen vorher seinen alten Job gekündigt und sich einen leeren Transporter gekauft. Eigentlich sollte es eine Reise durch Europa oder vielleicht sogar bis ans Ende der Welt werden. Richtig losgekommen ist er irgendwie nicht. Dafür begann auch für Dennis eine neue Reise: Er wurde Teil von Rankwerk.

Am 5. Mai 2017 setzten wir dann unsere ganz eigene Saisoneröffnung an. Natürlich war dieser Termin für die Gartenbranche viel zu spät. Gerade mit Saatgut ist man dann im klassischen Markt durch mit der Saison. Wir ließen uns davon aber nicht beirren und organisierten „Seeds and Beats“. Dazu luden wir alle unsere Bekannten ein und feierten das Unternehmen Rankwerk, die Saison und unsere Produkte. Das mit vollem Erfolg!

Die nächsten zwei Monate probierten wir, über Gartenmessen und Veranstaltungen die Idee hinter Rankwerk an die Leute zu bringen. Mit mäßigem Erfolg, denn mit dem Thema Urban Gardening hatten wir großen Erklärungsbedarf bei unseren potenziellen Kunden. Immer erst nach einem ausführlichen persönlichen Gespräch begriffen die Leute, was die Botschaft der Marke Rankwerk ist. Unser Fazit nach 2 Monaten Mini-Saison: Wenn unsere Kunden die Marke verstehen, dann kaufen sie gerne. Wir mussten also die Kernbotschaft von Rankwerk genauer herausarbeiten und die Herstellung der Produkte transparenter gestalten und für den Groß- und Einzelhandel aufarbeiten. Eine Menge Herausforderungen und damit noch ein längerer Weg in Richtung eines eigenen Unternehmens. Das sah auch die Jury des Gründungsstipendiums so und verlängerten die Förderung um ein weiteres halbes Jahr. Der Nachteil einer solchen Förderung ist, dass einem finanziell der Rock nicht richtig brennt. Man wiegt sich durch die Überweisung des monatlichen Förderbeitrages etwas in Sicherheit und geht gewisse Dinge nicht so fokussiert an wie wir es eventuell ohne Förderung getan hätten. Uns ist das eventuell etwas in der mittleren Phase der Förderung passiert. Wir haben in der Zeit zwar die Demeter-Zertifizierung aufgearbeitet, eine neue Kundenansprache entwickelt und die ersten Fühler Richtung Vertrieb ausgestreckt, aber dennoch wären wir wahrscheinlich noch schwungvoller gewesen, wenn wir die finanziellen Auswirkungen unseres Handelns direkt gespürt hätten.

Im September 2017 haben wir uns dann parallel zum Stipendium noch für den Gründercup Kiel beworben. Den Herbst über ist die Bewerbung leicht in den Hintergrund gerutscht und wir haben uns komplett auf den Vertrieb konzertiert. Unser Ziel für 2018: Wir wollen in den Handel! Kein leichtes Unterfangen, denn als Start-Up ohne Erfahrungen wird man zunächst immer leicht beschmunzelt. Aber durch viel Netzwerken haben wir es doch irgendwie in den Citti Markt, Grell Naturkost und Schlemmermarkt Freund geschafft. Im November erhielt Rankwerk ein weiteres Mal Nachwuchs. Nina stand eines Tages bei uns vor der Tür und wollte ein Praktikum bei uns leisten. Nina erwies sich mit ihrer Art als äußerst wertvoll für das Team und sie fand es wohl auch nicht so ganz schlecht, denn sie ist uns bis heute erhalten geblieben.

Im Winter - zu einer Zeit, in der wir mit kaum Umsatz gerechnet haben, gingen bei uns plötzlich auch Umsätze. Das Weihnachtsgeschäft hatten wir gar nicht so richtig auf dem Schirm. Aber die Geschenkekultur scheint nicht nur für den Rest der Wirtschaft ein Segen zu sein, sondern auch für unser kleines Start-up. Als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk erhielten wir dann noch den zweiten Platz im Gründercup Kiel. Wieder eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg und eine Bauchpinselei zugleich. Und da das Jahresende nicht schon aufregend genug war, mussten wir schleunigst mit unserer Produktion für das nächste Jahr in die Puschen kommen. Wir bestellten gerade noch rechtzeitig unser Saatgut, so dass es dann auf den Tag genau zum Auslieferungstermin hier bei uns im Lager eintrudelte. Die Spannung kann ich mir gut und gerne für das nächste Mal sparen. Wir sind echt ins Schwitzen gekommen und haben aus Zeitdruck dann die Läden, denen wir den Auslieferungstermin zugesagt haben, die Ware persönlich vorbeigefahren. Nicht ganz ohne, wenn man bedenkt, dass wir Anfang Februar Eis und Schnee auf den Straßen hatten, wir einen Leihwagen besorgen mussten, da Dennis Auto nicht anspringen wollte und wir unter Zeitdruck standen. Mit all unserer Naivität und den Glauben an das Gute auf der Welt haben wir aber die Lieferung quer durch Schleswig-Holstein überstanden. Generell haben wir an diesem Tag erneut gemerkt, dass wir noch wenig Erfahrung in der Branche haben. Wie die Branche tickt, durften wir dafür genau einen Tag später kennenlernen.

Wir haben über das Umweltministerium Schleswig-Holstein die Möglichkeit bekommen, auf die Biofach 2018 zu fahren. Die Biofach ist die Weltleitmesse für die Biobranche und in 4 Tagen kommen 50.000 internationale Fachbesucher in 9 Hallen zusammen und zeigen sich ihre Neuheiten. Wie das genau ablief, kannst du in Lasses Blogbeitrag lesen.
Mittlerweile sind wir in über 35 Bio-, Naturkost- und Designläden und in den Cittimärken in Norddeutschland erhältlich. Wir haben erfolgreich fünf ausgebuchte Home Gardening-Workshops gegeben und haben einen gut laufenden Online-Shop. Fazit zu einem Jahr Rankwerk: Es macht unglaublich viel Spaß! Wir lernen jeden Tag dazu und die beste Nachricht, wir existieren noch. Auch das können nicht alle Gründungsideen, die wir im Laufe des Jahres kennengelernt haben, von sich behaupten.
Mein persönliches Fazit zur Selbstständigkeit: Ich bereue nichts.

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