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Lasse mit Biolabel auf Papier

Bio-Siegel – was bedeuten sie? Teil 1 Staatliche Siegel

Die Bio-Branche boomt und das schon seit einigen Jahren! Immer mehr Produzenten, Verarbeiter und Händler setzen auf diesen Weg und arbeiten fortan „biologisch“ oder „ökologisch“. Doch was bedeuten eigentlich die einzelnen Bio-Siegel?

Wieso gibt es Bio-Siegel?

Um zu beweisen, dass man auch wirklich ökologisch handelt und sich an die gegebenen Richtlinien hält, kann man sich von verschiedenen Institutionen prüfen lassen und sich ein „Bio-Siegel“ erarbeiten. Marketingtechnisch sind solche Labels Gold wert – man gewinnt damit das Vertrauen der Kunden. Doch wo es ein System gibt, gibt es auch immer Menschen, die versuchen dieses zu umgehen oder die Kunden in die Irre zu führen. Damit dir das in Zukunft nicht passieren kann, haben wir eine kleine Übersicht angefertigt. 

Das deutsche Bio-Siegel – nichts Halbes und nichts Ganzes

Sicherlich ist dir dieses Siegel schon oft ins Auge gefallen und hat dir signalisiert: „Mich kannst du in den Einkaufskorb packen.“ Grundsätzlich ist das auch richtig, da dieses Siegel ein bedeutender Schritt zur Entwicklung des Bio-Marktes war. Allerdings ist dieses Siegel in den Bedingungen grundlegend veraltet und führt Käufer ein wenig in die Irre – durch eine Ausnahmeregelung, die oft genutzt wird, dürfen die Produkte bis zu 5 % konventionelle Zutaten enthalten. So können den teuren Biozutaten, günstige konventionelle Zutaten untergemischt werden. Daher raten wir: Finger weg! Man weiß leider nicht, ob diese Produkte wirklich ausschließlich Bio sind!  

Seit dem 1.7.2010 müssen alle Bioprodukte mit dem EU-Bio-Logo ausgezeichnet sein. Seitdem ist dieses Label eigentlich überflüssig. Denoch trifft man es häufig an. Man darf es noch zusätzlich an seinen Produkten anbringen. Grund dafür? Keiner, aber wer zwei Labels hat, sieht ja noch mehr nach “Öko” aus. Schon irgendwie komisch oder?

Das EU-Bio-Logo - Eine einheitliche Lösung?

Mit diesem Logo wollte die EU Einheit verbreiten und eine Grundregelung schaffen. Da sich in den einzelnen Mitgliedsstaaten zu viele unterschiedliche Auszeichnungen durchsetzen und es keine einheitliche Regelung gab, griff die EU durch und brachte dieses Logo raus. Es sagt unter anderem aus, dass die Produkte nicht mit chemisch-synthetischem Pflanzenschutz oder Düngemittel bearbeitet wurden und das verarbeitete Tier artgerecht gehalten wurde – über den letzten Punkt kann man sich übrigens herrlich uneinig sein, denn die Mindestmaße, die die EU vorgibt, sind sicherlich nicht artgerecht oder tierfreundlich. Des Weiteren kommen noch Verbote von Gentechnik und präventiver Antibiotika-Zugabe dazu. Grundsätzlich können wir hier von „Bio-light“ sprechen, weil auch hier 5 % konventionelle Zutaten zugemischt werden dürfen. Unter Umständen sogar mehr, wenn zum Beispiel auf dem Saatgut-Markt nicht genügend Bio-Saatgut einer Sorte verfügbar ist.

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Grafiken: Oekolandbau.de (1), Europa.eu (1)

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Lasse Popken
veröffentlicht von
Lasse Popken

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