Gartennützlinge

Kleine Nützlinge mit großer Wirkung

Gute Ernte, weniger Schädlinge und gesundes Bodenleben – die wahren Gartenhelden verrichten ihr Werk oft unbemerkt. Wer sie sind, inwiefern die Artenvielfalt an Tieren insbesondere für uns Gärtner:innen wichtig ist und wie wir sie fördern können, erfährst du in diesem Artikel.

Gartenhelden

Bestäuber

Insekten wie Honigbienen, Hummeln, Wildbienen, Wespen, Schmetterlinge oder Schwebfliegen bestäuben die Blüten von Wild- und Nutzflanzen. Sie sind enorm wichtig, da über 80 Prozent dieser Pflanzen für die Fruchtbildung auf sie angewiesen sind und damit auch wir für unsere Ernährung.

Gartenhelden

Schädlingsfresser

Sie machen sogenannten Gartenschädlingen wie Blattläusen, Minierfliegen, Thripsen, Weißen Fliegen, Trauermücken, Gespinnstmotten, Schnecken und Co. den Gar aus und sorgen für ein natürliches Gleichgewicht unter den Populationen.

  • Wespen
  • Schlupfwespenlarven
  • Hornissen
  • Marienkäfer und Marienkäferlarven
  • Florfliegenlarven
  • Ohrwürmer
  • Heupferde
  • Spinnen
  • Laufkäfer
  • Meisen
  • Spitzmäuse
  • Igel
  • Amphibien wie Erdkröten
  • Reptilien wie Eidechsen

Gartenhelden

Bodenverbesserer

Sie zersetzen beispielsweise abgestorbenes Pflanzenmaterial, durchlüften den Boden oder fördern die Humusbildung.

  • Asseln
  • Regen- und Kompostwürmer

Aktion

Warum ist die Artenvielfalt für dich wichtig und wie kannst du sie fördern?

Erst durch das Zusammenspiel verschiedenster Lebewesen ist die Natur im Gleichgewicht und werden wichtige Lebensvorgänge aufrechterhalten – jede Tier- und Pflanzenart ist ein Rädchen im Uhrwerk der Natur.
Genau das macht der Mensch immer wieder und stärker kaputt. Indem wir die Umwelt zerstören, zerstören wir auch uns selbst.
Im Anbau beispielsweise vertreiben Pestizide, Insektizide, Chemiedünger und Monokulturen Insekten, Vögel und Kleintiere.

Fördere die Artenvielfalt und insbesondere Gartennützlinge, indem du …

… für mehr Unterschlüpfe und Nistplätze sorgst, z. B. selbstgebaute Insekenhotels, Trockenmauern, Vogelhäuser, morsche Baumstämme, Holzhaufen, liegengelassenes Laub, Teiche, Hecken und Sträucher

… viele Blumen (ungefüllt), Gemüse-, Obst- und Kräuterpflanzen als Nahrungsquellen säst und pflanzt

… auf jegliche künstliche Chemie in deinem Garten verzichtest

… Schädlinge tolerierst, da sich Nützlinge von ihnen ernähren



Fotos: Peter Gemmer (2)

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