Zum Login
Eisheilige
Garten-Lexikon

Was hat es mit den Eisheiligen auf sich?

Es ist wieder soweit – die Eisheiligen haben ihren jährlichen Auftritt! Erfahre mehr über sie und ihre Bedeutung für das Gärtnern.

Wer oder was sind die Eisheiligen?

Die Eisheiligen bezeichnen eine besondere Wetterlage, die sich regelmäßig in jedem Jahr in einem bestimmten Zeitraum zeigt und sich ganz unpassend zur eigentlichen Wetterentwicklung aufführt. Weitere eigenartige Wetterphänomene sind zum Beispiel der Altweibersommer oder die Hundstage.

Die Eisheiligen treten im Mai in Erscheinung und unterbrechen die meist warmen Temperaturen, die in Mitteleuropa in dieser Jahreszeit vorherrschen. Kühle Polarluft kann von Nord nach Süd strömen und auch mal sogenannte Spät- oder Frühlingsfröste nach sich ziehen.  Erst wenn diese Wetterlage vorüber ist, wird das warme Frühlingswetter beständig.

Die Gedenktage zu den Eisheiligen markieren traditionellerweise die Zeit, nach welcher keine Kälteeinbrüche mehr zu erwarten sind. Sie stammen noch aus dem Julianischen Kalender.
11. Mai
Mamertus, Bischof
12. Mai
Pankratius, frühchristlicher Märtyrer
13. Mai
Servatius, Bischof
14. Mai
Bonifatius, frühchristlicher Märtyrer
15. Mai
Sophia („kalte Sophie“), frühchristliche Märtyerin
Im süddeutschen Raum, Schweiz und Österreich ist Pankratius der erste Eisheilige.

Laut Statistik hat sich das reale Auftreten der letzten Kälteeinbrüche im Laufe der Zeit im Mittel um mehr als eine Woche nach hinten verschoben. Letztendlich variiert das zeitliche Auftreten in jedem Jahr.

Warum sind die Eisheiligen für das Gärtnern wichtig?

Die Eisheiligen kann man als Orientierungshilfe betrachten. „Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost“ oder „Pflanze nie vor der kalten Sophie“ – diese und viele weitere Bauernregeln sowie Redewendungen besagen, dass erst nach den Eisheiligen Pflanzen nach draußen gesetzt beziehungsweise Saaten ausgesät werden sollte, ansonsten könnte diese erfrieren.

Pflanzen, die du drinnen vorgezogen hast, können nach den Eisheiligen allmählich nach draußen gepflanzt werden. Die Direktsaat kann je nach Pflanzensorte auch in Angriff genommen werden.
Hast du schon früher angefangen, draußen auszusäen oder auszupflanzen, kann zum Beispiel ein Wärmevlies Schutz gegen mögliche Fröste und Kälteeinbrüche bieten.

Bienenweide "Blühmischung für den Balkon"
Bestseller

Bienenweide "Blühmischung für den Balkon"

3,50 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Dieser Name wird öffentlich neben deinem Kommentar erscheinen.
Deine E-Mail wird nur zur Kommunikation mit uns benutzt und nicht öffentlicht erscheinen.

Diese Artikel könnten dich auch interessieren

Garten-Lexikon

Superfood: Keimsaat Brokkoli - Vitaminspritze von der Fenterbank

Microgreens, wie der Keimsaat Brokkoli, sind wahre Alleskönner. Gesund, schmackhaft und lecker.

Garten-Lexikon

Braunfäule an Tomaten

Braunfäule ist die wohl lästigste Krankheit, die deine Tomatenpflanze kriegen kann. Umso wichtiger…

Garten-Lexikon

Da wächst doch was im August!?

Spät dran mit der Aussaat? Überhaupt kein Problem! Auch für den Sommermonat August haben wir einige…