Zum Login
Fermentieren – neu wiederentdeckt
Garten-Lexikon

Fermentieren – neu wiederentdeckt

Die uralte Methode des Fermentierens erlebt ein Revival. Kein Wunder, denn durch sie kannst du Gemüse und vieles mehr lange haltbar, gut verdaulich und geschmacklich spannend machen.

Das bedeutet „fermentieren“

Das Fermentieren ist eine Methode, um Lebensmittel haltbar zu machen – „fermentum“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Gärung“. Man könnte das Ganze daher auch als kontrolliertes Gären beschreiben.

Fermentierte Lebensmittel wirken sich positiv auf deine Gesundheit aus, da während des Gärens weitere Nährstoffe und probiotische Stoffe entstehen.

So funktioniert der Fermentationsprozess

Gärstoffe, die im Lebensmittel bereits vorhanden sind oder von außen zugefügt werden, wie Schimmelpilze, Milchsäurebakterien oder Hefe, vermehren sich, indem die im Gemüse vorhandenen Kohlenhydrate abgebaut werden. So entwickelt sich während dieses Prozesses ein saures Milieu durch die entstandene Milchsäure, die Keime abhält und das Lebensmittel so haltbar macht und vor dem Verderb schützt.
Typische fermentiere Lebensmittel sind beispielsweise Bier, Sauerkraut, Käse, Tempeh, Joghurt, Sauerteigbrot und Schokolade.

Sauber arbeiten

Steril und hygienisch vorzugehen, ist beim Fermentieren sehr wichtig. Ansonsten droht Schimmelbildung durch „fremde“ Bakterien.

Gemüse wild fermentieren

Alles, was du für das sogenannte „wilde Fermentieren“ benötigst, ist ein Gemüse, Wasser, Salz und ein luftdicht verschließbares Behältnis wie ein Einweckglas. Gemüse wie beispielsweise Kürbis, Rote Bete, Karotten oder Paprika tragen natürlicherweise Milchsäurebakterien auf sich, die für die Fermentation essenziell sind.

Schritt 1
Zunächst putzt du das Gemüse sorgfältig und schneidest oder raspelst es in kleine Stücke (auch gerne mitsamt Schale).

Schritt 2
Anschließend gibst du die in das saubere  – am besten steriles – Gefäß.

Schritt 3
Nun fügst du Salz (anteilig zum Gemüsegewicht 1 bis 2 Prozent) und zimmerwarmes Wasser hinzu, sodass das Gemüse gut bedeckt ist.

Schritt 4
Das Gefäß luftdicht, aber nicht zu fest verschließen, bei Raumtemperatur (18 bis 20 Grad Celsius) stehen lassen und abwarten. Der Fermentationsprozess beginnt nach zwei Tagen und ist nach zwei bis drei Wochen abgeschlossen. Ganz ohne Strom!

 

Fotos: Katarina Wollherr (3)

Bio Saatgut-Box „Gartenjahr“ mit Saatgut, Dünger, Kokosquelltabletten, Anleitungsbuch
Bestseller

Bio Saatgut-Box „Gartenjahr“ mit Saatgut, Dünger, Kokosquelltabletten, Anleitungsbuch

44,90 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Dieser Name wird öffentlich neben deinem Kommentar erscheinen.
Deine E-Mail wird nur zur Kommunikation mit uns benutzt und nicht öffentlicht erscheinen.

Diese Artikel könnten dich auch interessieren

Garten-Lexikon

Diese Gemüsesorten kannst du leicht auf der Fensterbank anpflanzen

Hol dir den Garten auf deine Fensterbank. In diesem Beitrag zeige ich dir, welche Pflänzchen sich…

Garten-Lexikon

Darum ist der Feldsalat der "König der Salate"

Nüsschen, Schafmäulchen, Mausohrsalat: Der Feldsalat (botanischer Name: Valerianella locusta) zählt…

Zuckererbsen an der Pflanze. Die vordere Schote ist geöffnet und die Erbsen sind zu sehen.
Garten-Lexikon

Die Zuckererbse: Nahrhaft und zum roh essen geeignet

Hin-und wieder muss man auch mal die kleinen Dinge im Leben wertschätzen. In diesem Artikel erfährst…