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Schnecken

Wenn es Schnecken schmeckt

Fressen sich Nacktschnecken an deinen Gemüsepflanzen satt? Wir geben dir Tipps und Tricks an die Hand, damit deine Ernte nicht abhandenkommt.

Was tun?

Eine Schnecke wird zum Schädling

Ausgehöhlte Früchte, Fraßlöcher an Blättern und abgefressene junge Triebe – der Appetit von Nacktschnecken kennt kein Pardon. Besonders gerne mögen sie an Salaten oder Kürbispflanzen knabbern. Und das tun sie klammheimlich nachts in der Dunkelheit bei feuchter Witterung. Die ärgerliche Überraschung am Morgen kommt prompt. Jungpflanzen sind dann oft bis auf den Stängel runtergefressen.

Damit das Ganze nicht passiert, kannst du folgende Methoden ausprobieren, die nicht die große Chemiekeule oder den qualvollen Tod der Tiere zur Folge haben. Probiere auch am besten mehrere gleichzeitig aus. Manchmal sorgt erst die Kombination verschiedener Maßnahmen für Erfolg gegen die schleimigen Plagegeister.

Sind deine Pflanzen schon recht groß und stark, kann ihnen das Fressgelage von Schnecken meist nicht mehr so viel anhaben. Gehäuseschnecken richten übrigens weit weniger Schaden an als ihre lieben Verwandten, die Nacktschnecken.

Methode 1

Barrieren bauen

Schnecken sind nicht zu sehen, wenn es trocken ist. Sobald die Witterung feuchter wird, gehen sie an ihr Werk. Um ihnen den Weg ins Beet schwerer zu gestalten, kannst du es mit entfeuchtendem Sägemehl, Steinmehl, Kalk oder Sand großzügig umranden.

Auch ein feinmaschiger Schneckenzaun aus Draht, der am oberen Rand nach außen umgebogen ist, kann helfen. Schnecken können es nämlich gar nicht leiden, wenn sie mit ihrem Kopf nach unten hängen müssen, daher brechen sie den Weg über den Zaun lieber ab.

Ebenso kann eine Umrandung aus Holzbrettern Erfolg zeigen, wenn es auch hier außen eine Kante gibt, an der sie nur kopfüber entlangkommen würden.

Methode 2

Woanders hin

Es ist gleichzeitig die simpelste, aber auch nervigste Art, Schnecken loszuwerden: täglich einsammeln! Wenn es dämmert, schnappst du dir einen Eimer und los geht es. An weit entfernter Stelle – und am besten nicht in Nachbars Garten – setzt du sie dann aus und hoffst, dass sie nicht den Weg zurückfinden.
Kleine Fallen, in denen man die Tierchen fangen und aus denen du sie an weit entfernter Stelle wieder freilassen kannst, kannst du natürlich auch bauen.

Methode 3

Morgens gießen

Da es Schnecken feucht lieben, gießt du am besten von nun an nur noch in der Früh. So bleiben deine Beete die Nacht über noch trocken und hoffentlich von Schnecken verschont.

Methode 4

Natürliche Fressfeinde fördern

Wenn es dir irgendwie möglich ist – sorge für einen naturnahen Garten. Schnecken beziehungsweise deren Eier oder Jungbrut stehen auf der Speisekarte von Kröten, Spitzmäusen, Laufenten, Hühnern, Igeln, Laufkäfern, diversen Vogelarten und vielen mehr.

 

Fotos: Katarina Wollherr (2)

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